Vom Samen zur süssen Wurzel.

In der Schweiz bauen rund 4500 Landwirte auf einer Fläche von ca. 18’000 ha Zuckerrüben an. Auf einer Hektare wachsen bis zu 90’000 Pflanzen, woraus 10’000 bis 15’000 kg Zucker gewonnen werden – genug für 400 Konsumenten. Das Anbaugebiet erstreckt sich vom Genfersee über den Jura, das Mittelland und die Zentralschweiz bis ins Rheintal. Von der Aussaat Mitte März bis zur Ernte und Verarbeitung ab Ende September werden die Pflanzen aufwendig kultiviert und gepflegt.

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Aussaat.

Die Zuckerrübe bevorzugt tiefgründigen, eher lehmigen Boden mit reichlich Nährstoffvorrat. Die Aussaat erfolgt von Mitte März bis Mitte April, sobald der Boden abgetrocknet ist. In Abständen von 16 bis 20 cm werden die etwa 5 mm grossen, zu runden Pillen geformten Samen im Boden abgelegt. Vertreter der Rübenpflanzer und der Schweizer Zucker AG legen in der jährlichen Saatgutkonferenz die Sortenliste für das kommende Anbaujahr fest. So stehen den Pflanzern jeweils mehrere leistungsstarke, konventionelle Sorten und eine Bio-Sorte zur Verfügung. Schweizer Saatgut ist nachweislich frei von Gentechnik.

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Pflege.

In der ersten Vegetationsphase muss der Gesundheitszustand der Rübe regelmässig geprüft und Unkraut entfernt werden. Auch der herbizide, insektizide und fungizide Schutz sowie eine ausgewogene Düngung sind wichtig. Die Rübenpflänzchen entwickeln sich in ca. 180 Tagen zu stattlichen Rüben.

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Wachstum.

Für gute Erträge sind hinreichende und vor allem regelmässige Niederschläge wichtig. Der Zuckergehalt schwankt abhängig von Sorte, Witterung und Standort jedoch von 15 bis 20%. Von jeder Rübenlieferung wird eine Probe von ca. 30 kg Rüben genommen. Anhand dieser Probe werden im Labor der Zuckergehalt und andere wichtige Inhaltsstoffe der Rüben jeder Lieferung festgestellt.

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Kampagne.

Die Zeit der Rübenernte und -verarbeitung heisst Kampagne. Sie beginnt Ende September und dauert 80 bis 100 Tage. Vollerntemaschinen legen die Zuckerrüben zunächst am Feldrand ab, wo sie zwischengelagert werden. Mit Vlies abgedeckt, sind sie bis zum Transport gut vor Frost und Regen geschützt.

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Verladen.

Erde abscheidende Maschinen, sogenannte Rübenmäuse, nehmen die Rüben auf, reinigen und verladen sie in Transportfahrzeuge.

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Transport.

Im Umkreis von 30 Kilometern werden die Rüben direkt per Traktor in die Verarbeitungswerke gebracht. Der Rest wird umweltfreundlich per Bahn transportiert und in Aarberg oder Frauenfeld weiterverarbeitet.

Medienmitteilung zur GV "Geschäftsjahr 2017/2018"

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