Transporte bedeuten immer auch eine Umweltbelastung. Wer Produkte aus der Nähe konsumiert, verhält sich nachhaltig und trägt damit zu einer intakten Umwelt bei. Schweizer Zucker, Rüben und ihre Nebenprodukte werden mehrheitlich per Bahn, also so ökologisch wie möglich, transportiert. Die Transportwege vom Feld zu den Zuckerfabriken in Aarberg (BE) und Frauenfeld (TG) und von dort zu den Abnehmern sind kurz. Die Versorgung zuverlässig.
Zuckerrüben bringen Vielfalt in die Abfolge der Ackerkulturen auf den Feldern und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der Böden (verbesserte Fruchtfolge in der Landwirtschaft). Eine Hektare Zuckerrüben absorbiert wesentlich mehr CO2 als die gleiche Waldfläche.
Der Anbau von Schweizer Zuckerrüben erfolgt umweltschonend. Die Schweizer Landwirte sind per Gesetz dazu verpflichtet, zu Boden und Umwelt Sorge zu tragen. Sie müssen die Richtlinien des sogenannten ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) einhalten.
Die Produktion von Schweizer Zucker erfüllt die Kriterien des Kyoto-Protokolls bereits heute. Deshalb wurden die beiden Zuckerfabriken von der -Abgabe befreit.
Die Lebensmittelsicherheit ist für die Verbraucher von grösster Bedeutung. Schweizer Zucker erfüllt die vom Detailhandel und der Nahrungsmittelindustrie geforderten Normen (BRC/ISO). Die einheimische Zuckerwirtschaft garantiert die Basisversorgung eines wichtigen Grundnahrungsmittels.
Trotzdem kostet Schweizer Zucker nicht mehr als der Zucker in den umliegenden EU-Ländern.
Schweizer Zucker erfüllt die hohen Anforderungen des Herkunftszeichens «SUISSE GARANTIE». Dazu gehört beispielsweise der Verzicht auf gentechnisch veränderte Pflanzen.
Weitere Informationen zum Herkunftszeichen: www.suissegarantie.ch
In der Schweiz werden heute auf rund 19'000 Hektaren Zuckerrüben angebaut. Dies ergibt pro Jahr rund 230'000 Tonnen Zucker. Der Zuckerrübenanbau stellt für mehr als 6'500 Bauernfamilien eine bedeutende Einnahmequelle dar.
Die Schweizer Zuckerwirtschaft generiert eine Wertschöpfung von rund 250 Mio. CHF pro Jahr, was etwa 3000 Vollzeitarbeitsplätzen entspricht, die ausserhalb der grossen Agglomerationsräume liegen. Schweizer Zucker konsumieren heisst auch sozial handeln und Wertschöpfung im Inland sichern.